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Landesbauernverband Sachsen-Anhalt e.V.

PRESSEMITTEILUNGEN 2007


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Medieninformation vom: 30.07.2007

Landwirte brauchen für Milch einen gerechten Preis

Schon seit längerem wird weltweit eine steigende Nachfrage nach Milch und Milchprodukten beobachtet. Nun reagieren die Märkte offenbar sehr heftig auf die zunehmende Verknappung dieser hochwertigen Lebensmittel. Der Markt entwickelt sich damit vom Angebots- zum Nachfragemarkt und steigende Preise sind die Folge.

Allerdings ist bei den Milchproduzenten bisher nur sehr wenig davon angekommen. Die Milchauszahlungspreise der Molkereien haben in den letzten Wochen zwar etwas angezogen, liegen aber zurzeit im Landesmittel weiterhin nur bei etwa 30 Cent/kg Grundpreis. Das ist nach wie vor viel zu wenig, um die gestiegenen Kosten für Energie, Futtermittel und Gebühren abzudecken. An satte Gewinne der Milchbauern ist überhaupt nicht zu denken!

Nach wie vor wird in den Erzeugerbetrieben an 365 Tagen im Jahr für wenig Lohn sehr fleißig und sehr verantwortungsbewusst gearbeitet. Diese hochqualifizierte Arbeit muss gerecht entlohnt werden! Die Betriebe müssen in der Lage sein, auch in die Zukunft investieren zu können. Dafür ist ein ausreichender Milchpreis notwendig, der auch zukünftig alle Aufwendungen decken muss. Die bisherigen Preisentwicklungen für den Milcherzeuger reichen da bei weitem nicht aus.

Wenn jetzt Molkereien und Lebensmittelhandel mehr Geld für Milchprodukte bekommen, ist von Seiten der Landwirtschaft nichts dagegen einzuwenden, vorausgesetzt, die Milcherzeuger werden an dieser Entwicklung angemessen beteiligt.

„Lebensmittel sind mehr wert“.


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