Wertschöpfung durch Veredlung muss erhalten und
verbessert werden
Die seit Monaten anhaltende und sich stetig verschlechternde
Situation auf dem Vieh- und Fleischmarkt hat für die betroffenen
landwirtschaftlichen Unternehmen ruinöse Auswirkungen. Mit dieser
Problematik setzte sich das Präsidium des LBV auseinander und fasste
hierzu einstimmig folgenden Beschluss:
Die Rahmenbedingungen der GAP-Reform ermöglichen den Landwirten,
ihre Produktion an der Marktentwicklung auszurichten. Politiker, Landwirte
und Marktpartner sind weiterhin gefragt, ein Wachstums- und Entwicklungsklima
zu schaffen, das neue Märkte, besonders für den Bereich der
tierischen Produkte erschließt.
In den aktuellen Beratungen der Fachausschüsse Schwein und Rind beim
Landesbauernverband wurde die derzeitige Preissituation im Fleischbereich
diskutiert. Der seit Jahresbeginn herrschende Preisverfall im Schweinebereich
und sich in den letzten Monaten dramatisch zuspitzend auch im Rindfleischsektor,
geht ausschließlich zu Lasten der landwirtschaftlichen Erzeuger.
Die Landwirte brauchen leistungsgerechte Preise für ihre Produkte.
Steigende Preise für Futtermittel, Energie, Maschinen und Gebäude
sind mit sinkenden Erzeugerpreisen für Rind- und Schweinefleisch
nicht vereinbar.
Zusätzlich beeinflussen Restriktionen durch die Blauzungenkrankheit
den Export von Schlachtrindern.
Es ist zu befürchten, dass der ohnehin sehr niedrige Viehbesatz in
Sachsen-Anhalt im Rindersektor weiter zurückgehen wird. Für
landwirtschaftliche Betriebe, die auf Grund des Preis- und Kostengefüges
die Bullenmast aufgeben, ist dies eine endgültige Entscheidung. Durch
Maßnahmen und Aktionen müssen Bedingungen geschaffen werden,
die auch künftig in Sachsen-Anhalt eine gewinnbringende Veredlungswirtschaft
ermöglichen.
Das Präsidium des Landesbauernverbandes fordert zur langfristigen
Verbesserung der Situation im Veredlungssektor:
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Fortsetzung des Vermarktungswegevergleichs bei Schweinen und Etablierung
eines Vermarktungsvergleichs für den Rindfleischsektor unter
Federführung des DBV
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Sensibilisierung des Lebensmitteleinzelhandels bezüglich der
Preisgestaltung bei Rindfleisch
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Lockerung der durch die Blauzungenkrankheit vorgegebenen Verbringungsbeschränkungen
für Zucht- und Nutzvieh
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Teilnahme an Qualitätssicherungssystemen muss honoriert werden
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Verbesserung der Bewerbung von deutschem Rindfleisch - auch unter
dem Aspekt einer gesunden und ausgewogenen Ernährung - durch
die CMA
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Fortführung der Investitionsförderung mit den Landesprogrammen
Rindviehstabilisierungs- und Veredlungsprogramm
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