Sie sind Besucher: BW Statistics BW Statistics

Landesbauernverband Sachsen-Anhalt e.V.

PRESSEMITTEILUNGEN 2007


Logo LBVLANDESBAUERNVERBAND SACHSEN-ANHALT e.V.
Maxim-Gorki-Str. 13; 39108 Magdeburg

Postanschrift:
PF 320151; 39040 Magdeburg
Telefon: 0391/ 73969-15
Fax: 0391/ 73969-33


Medieninformation vom: 22.06.2007

Wertschöpfung durch Veredlung muss erhalten und verbessert werden

Die seit Monaten anhaltende und sich stetig verschlechternde Situation auf dem Vieh- und Fleischmarkt hat für die betroffenen landwirtschaftlichen Unternehmen ruinöse Auswirkungen. Mit dieser Problematik setzte sich das Präsidium des LBV auseinander und fasste hierzu einstimmig folgenden Beschluss:

Die Rahmenbedingungen der GAP-Reform ermöglichen den Landwirten, ihre Produktion an der Marktentwicklung auszurichten. Politiker, Landwirte und Marktpartner sind weiterhin gefragt, ein Wachstums- und Entwicklungsklima zu schaffen, das neue Märkte, besonders für den Bereich der tierischen Produkte erschließt.
In den aktuellen Beratungen der Fachausschüsse Schwein und Rind beim Landesbauernverband wurde die derzeitige Preissituation im Fleischbereich diskutiert. Der seit Jahresbeginn herrschende Preisverfall im Schweinebereich und sich in den letzten Monaten dramatisch zuspitzend auch im Rindfleischsektor, geht ausschließlich zu Lasten der landwirtschaftlichen Erzeuger.
Die Landwirte brauchen leistungsgerechte Preise für ihre Produkte. Steigende Preise für Futtermittel, Energie, Maschinen und Gebäude sind mit sinkenden Erzeugerpreisen für Rind- und Schweinefleisch nicht vereinbar.
Zusätzlich beeinflussen Restriktionen durch die Blauzungenkrankheit den Export von Schlachtrindern.
Es ist zu befürchten, dass der ohnehin sehr niedrige Viehbesatz in Sachsen-Anhalt im Rindersektor weiter zurückgehen wird. Für landwirtschaftliche Betriebe, die auf Grund des Preis- und Kostengefüges die Bullenmast aufgeben, ist dies eine endgültige Entscheidung. Durch Maßnahmen und Aktionen müssen Bedingungen geschaffen werden, die auch künftig in Sachsen-Anhalt eine gewinnbringende Veredlungswirtschaft ermöglichen.

Das Präsidium des Landesbauernverbandes fordert zur langfristigen Verbesserung der Situation im Veredlungssektor:

  • Fortsetzung des Vermarktungswegevergleichs bei Schweinen und Etablierung eines Vermarktungsvergleichs für den Rindfleischsektor unter Federführung des DBV

  • Sensibilisierung des Lebensmitteleinzelhandels bezüglich der Preisgestaltung bei Rindfleisch

  • Lockerung der durch die Blauzungenkrankheit vorgegebenen Verbringungsbeschränkungen für Zucht- und Nutzvieh

  • Teilnahme an Qualitätssicherungssystemen muss honoriert werden

  • Verbesserung der Bewerbung von deutschem Rindfleisch - auch unter dem Aspekt einer gesunden und ausgewogenen Ernährung - durch die CMA

  • Fortführung der Investitionsförderung mit den Landesprogrammen Rindviehstabilisierungs- und Veredlungsprogramm


Zurück Zurück      DruckDrucken