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PRESSEMITTEILUNGEN 2007 |
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Medieninformation vom: 10.04.2007 |
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Lebensmittelwirtschaft und Handel befürchten Konkurrenz um RohstoffeDie neuerlichen Attacken der Lebensmittelwirtschaft auf die Bioenergiebranche lassen den Umkehrschluss zu, dass offenbar der Konkurrenzdruck und damit steigende Rohstoffpreise gefürchtet werden. Dabei ist der Anteil der Rohstoffkosten in vielen Produkten nur noch sehr marginal. Für die Landwirte ergeben sich über die Bioenergie aber Verwertungsalternativen, die auch den Dumpingpreisen der Lebensmittelbranche entgegenwirken. Die Diskussion um „Tank oder Teller“ muss offenbar geführt werden, um der Gesellschaft die Wertigkeit landwirtschaftlicher Produkte deutlicher vor Augen zu führen. Es ist allerdings scheinheilig, wenn z. B. der Brauerbund den Rückgang des Braugerstenanbaus mit der Bioenergieerzeugung begründet und nun höhere Bierpreise ankündigt. Der Rohstoffpreis für die Gerste am Glas Bier beträgt gerade mal 1 Cent. Selbst die Verdoppelung des Gerstenpreises würde den Bierpreis nicht maßgeblich beeinflussen. Mit jedem Glas Bier wird aber 40 Cent Werbung bezahlt. Bei Brot und Brötchen sind die Verhältnisse kaum anders. Wir Landwirte verfolgen diese Diskussion mit großer Aufmerksamkeit und sehen die seit geraumer Zeit laufende Kampagne des Deutschen Bauernverbandes „Lebensmittel sind mehr wert“ immer wieder bestätigt. Es ist geradezu unsittlich, niedrige Lebensmittelpreise zu fordern, im selben Atemzug aber Subventionen an die Landwirtschaft anzuprangern, was sehr oft von den gleichen Leuten getan wird. Mehr Markt bedeutet eben auch mehr Alternativen und die brauchen wir Landwirte, um echte Chancen zu bekommen. Die Information des statistischen Landesamtes Nr. 51 von 2007 über die Entwicklung der Lohnkosten zeigt, dass es in der Landwirtschaft eine positive Entwicklung gibt, aber auch in Sachsen-Anhalt der Durchschnittslohn in der Landwirtschaft nur bei 67 % der gesamten Wirtschaft liegt. Es gibt also noch viel zu tun. |
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