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Landesbauernverband Sachsen-Anhalt e.V.

INFORMATIONSHEFT - Archiv

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Monat Oktober 2009
Bitte beachten Sie, das Informationsheft wird NICHT online angeboten. Sie können es also nur durch ein reguläres Abonnement über den LBV beziehen und lesen!

Themen in diesem Monat

Leitartikel/Kommentar

VERBANDSARBEIT / AGRARPOLITIK
Wählerpodien und agrarpolitisches Forum
Forum in Wolfen: Bundestagswahl - was erwarten wir von der Politik für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum
22. Landkreisversammlung Sachsen-Anhalt in Stendal
Klare Absage der AMK zu nationalen Alleingängen im Milchmarkt
Pressemitteilung des LBV: Proteste ja! Sachbeschädigung nein!
DBV-Verbandsrat beschließt über Vorsitz der DBV-Fachausschüsse
MLU hat über Ergebnisse der Haushaltsberatung informiert
GUBB: Beratung - kompetent, konstruktiv, kreativ
Landesvorstand und Präsidium mit brisanten Themen befasst
Erklärung des Präsidiums "Flächenverkäufe und Flächenentzüge"
DBV-Perspektivforum zur Risikoausgleichsrücklage

PFLANZENPRODUKTION
Entblätterung von Zuckerrüben
"Grüne Gentechnik - Deutschland am Scheideweg"
Apfeltag Sachsen-Anhalt 2009 in der Altmark
Literaturhinweis: "Chemischer Pflanzenschutz"

TIERPRODUKTION
VDL-Bundeshüten 2009
Fachausschuss Schaf- und Ziegenhaltung: Diskussion zu Tierkennzeichnung, Förderprogrammen und Tierkörperbeseitigung
15. ZMP-Fachtagung - "Neue Märkte - neue Instrumente"
Exkursion in den hohen Norden
Kein schneller Ausstieg aus der Blauzungenbekämpfung

NATUR- UND UMWELTSCHUTZ
Fachtagung des Bundesverbandes der Flächenagenturen in Deutschland
Feldlerchenprojekt findet in der Öffentlichkeit Wertschätzung

NACHWACHSENDE ROHSTOFFE / ERNEUERBARE ENERGIEN
UFOP-Geschäftsbericht 2008/ 2009 erschienen
Bundes-Aktionsprogramme für Erneuerbare Energien und NWR
Bioenergieberatung in Sachsen-Anhalt gestartet
Bio-Methan-Anlage in Niederndodeleben eröffnet

RECHT / VERWALTUNG
Reform des Erb- und Verjährungsrechts
Streit um die Novelle des Landeswassergesetzes
Landesregierung plant Wasserentnahmeentgelt
Verlieren Blitzerfotos ihren Schrecken?

BILDUNG
"Die Grünen Berufe" von LBV und ALFF Altmark auf der 5. Ausbildungsmesse vorgestellt
Auf der 10. Berufsorientierungsmesse in Haldensleben für die grünen Berufe geworben

DIREKTVERMARKTUNG
Fachausschuss Direktvermarktung: Möglichkeiten der Regionalvermarktung von Produkten aus direktvermarktenden Betrieben Sachsen-Anhalts diskutiert
Hygieneleitlinie für Direktvermarkter erhältlich

DIENSTLEISTUNGSANGEBOT
Das Dienstleistungsangebot der ASA und des LBV
Exklusiv für Mitglieder des Bauernverbandes - Sonderaktion Herbst 2009 - KÄRCHER

REPORTAGEN / VERANSTALTUNGEN
Die Betriebsgemeinschaft Krosigk
"Hof Sülldorf" lud zum 8. Hoffest ein
Hoftag bei der Wienecke GbR in Meßdorf
Landeserntedankfest in Magdeburg
Empfang der Land- und Ernährungswirtschaft
Melken live
Informationsstand des LBV
Beeindruckende Luftbildaufnahmen des Kunstprojektes Ökomenta 09
Gottesdienst im Elbauenpark
Erntekronenwettbewerb
16. Traditioneller Bauernmarkt in der Lutherstadt Eisleben auf der kleinen Wiese

VERANSTALTUNGSHINWEISE
Landesernteball 2009
Veranstaltungshinweise
Impressum


Werte Verbandsmitglieder, liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Bundestagswahl liegt hinter uns und in Berlin ist man dabei, eine neue Regierung zu bilden. Dieses Mal eine Koalition aus CDU/CSU und FDP.

Diese neue Regierung soll im November ihre Arbeit aufnehmen und es gibt sehr viel zu tun. Die Finanz- und Wirtschaftskrise ist noch nicht zu Ende, auch wenn es erste Anzeichen einer weltweiten Erholung gibt.

Für die Landwirtschaft hat sich die Situation im laufenden Jahr eher noch verschlechtert. Die Milchpreise sind nach wie vor katastrophal, die Getreide- und Ölsaatenpreise seit der Ernte im Keller und zuletzt gaben auch die Schweinefleischpreise deutlich nach. Die Politik kann keine Preise machen, sie kann aber die Rahmenbedingungen so gestalten, dass Märkte funktionieren und Auflagen und Steuern einen fairen Wettbewerb gestatten. Da gibt es noch sehr vieles zu leisten. Angefangen bei der Dieselbesteuerung über Auflagen der EU, die eben nicht 1:1 in Deutschland umgesetzt wurden, hin bis zur Erleichterung im Kreditzugang liegt vieles im Argen. Den notwendigen Strukturwandel in der Landwirtschaft zu begleiten, heißt auch Produktionsalternativen zu eröffnen und zu fördern und auch die notwendigen Rahmenbedingungen für einen sozial abgesicherten Ausstieg anzubieten. Die größten Aufgaben liegen sicher in der Gestaltung echter Marktbeziehungen zwischen landwirtschaftlicher Urproduktion, Verarbeitung und Großhandel sowie dem Lebensmitteleinzelhandel.

Hier haben sich die Kräfteverhältnisse sehr einseitig entwickelt, auch weil eine Politik jahrelang mit Quoten, Intervention und Interventionsschwellenpreisen gearbeitet hat, die eine Entfaltung von Märkten verhindert haben.

Der Beschluss, aus diesem System auszusteigen, entspricht sicher der allgemeinen politischen Zielstellung, kann aber nach 40 Jahren nicht ohne politische Begleitung vonstatten gehen. Die wurde zwar zugesichert, ist aber wenig wirksam und letztlich auch nicht ausreichend. In der Landwirtschaft geht es nicht um Autos oder Waschmaschinen, deren Produktion man einfach einstellen oder drosseln kann, es geht um biologische Prozesse, die eine zum Teil sehr langfristige Eigendynamik haben. Es geht aber vor allem auch um langfristige Ernährungssicherheit nach höchsten Standards bei Verbrauchersicherheit, Tier- und Umweltschutz und es geht nicht zuletzt um die Erhaltung von Kulturlandschaft und ländlichen Strukturen. Diese Leistungen müssen angemessen und auch einheitlichen Kriterien honoriert werden und daneben müssen sich Marktbeziehungen erst vollständig entwickeln. Bis heute gibt es keinen echten Markt für Rohmilch, sondern Milch wird auf der Basis von Quoten ohne Preisabsprache geliefert. Ein System, das dauerhaft nicht funktionieren kann. Von der neuen Bundesregierung erwarten wir hier schnelle Entscheidungen, die auch wirklich helfen, wohl wissend, dass wir auch selbst einen entscheidenden Beitrag leisten müssen. Zunächst erwarten wir, dass in den Koalitionsverhandlungen die Bedeutung eines eigenständigen Agrarressorts festgeschrieben wird und dass eine fachlich versierte Besetzung vorgenommen wird. Alle inhaltlichen Forderungen sind im Stuttgarter Beschluss des DBV festgehalten und den Akteuren in Berlin bekannt. Die Ausführungen der beiden Parteivorsitzenden der zukünftigen Koalition in Stuttgart auf dem Deutschen Bauerntag gaben zumindest Zuversicht, dass es auch für die Landwirtschaft eine gute Basis geben wird.

Ihr Frank Zedler


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