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Landesbauernverband Sachsen-Anhalt e.V.

INFORMATIONSHEFT - Archiv

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Monat November 2009
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Themen in diesem Monat

Leitartikel/Kommentar

VERBANDSARBEIT / AGRARPOLITIK
Koalitionsvertrag - Landwirtschaft
LBV bedauert Rücktritt von Agrarministerin Petra Wernicke - Dr. Hermann - Onko Aeikens neuer Minister für Landwirtschaft und Umwelt

TIERPRODUKTION
Lage am Milchmarkt weiter angespannt
Arbeitsgruppensitzung Milch im Landwirtschaftsministerium
Herbstveranstaltung des Tiergesundheitsdienstes der Tierseuchenkasse Sachsen-Anhalt
Fachbeiratssitzung Milchwirtschaft bei der Elsterland Molkerei
DKB Eliteforum Milch
29. Milchquotenbörse: Handelsmengen deutlich gestiegen
Der Magdeburger Zoo sucht Grünfutter
DBV Fachausschuss Schwein: Schweinepreise stark unter Druck

NATUR- UND UMWELTSCHUTZ
DBV-Ausschuss "Nachhaltigkeit" tagte
Klimaanpassungsstrategie des Landes

NACHWACHSENDE ROHSTOFFE / ERNEUERBARE ENERGIEN
BioEnergieBeratung für Land- und Forstwirte in Sachsen-Anhalt
Getreide wird Regelbrennstoff - aber mit Einschränkungen
Nachwachsende Rohstoffe 2009 erneut auf rund 2 Millionen Hektar
Deutschland kann bis 2020 15% seines Energiebedarfs aus Biomasse decken
Absatzfondsbeiträge für Ölsaaten werden zurückerstattet

RECHT / VERWALTUNG
Zweites Funktionalreformgesetz im Landtag beschlossen
Wasserentnahmeentgelt ablehnen

ARBEITSRECHT / SOZIALES
DBV-Ausschuss Sozialpolitik tagte in Berlin
Gewährung von Arbeitslosengeld - Änderung der Anwartschaftszeit bei kurzfristiger Beschäftigung

LAND- UND FORSTWIRTSCHAFTLICHER ARBEITGEBERVERBAND
Flexible Arbeitszeitregelungen und sittenwidrige Unterschreitung des Tariflohns

BILDUNG
Lehrerfortbildungsseminar zur praxisnahen Berufsorientierung in Ostrau
Fachtagung "Agrarstudium in Deutschland - Wohin geht der Weg?"

FÖRDERMITTEL / BEIHILFEN
Arbeitsgespräch zum Blühstreifenprogramm
Ergebnisse der Verbandsberatung zu Agrarumweltmaßnahmen
Diskussion zur Neuausrichtung der benachteiligten Gebiete
Zwischenbewertung zum Sonderprogramm Liquiditätshilfe 2009

DIREKTVERMARKTUNG
Hygieneleitlinie für Direktvermarkter erhältlich

LANDWIRTSCHAFTLICHE BERUFSGENOSSENSCHAFT
Informationen über schwere und tödliche Unfälle

DIENSTLEISTUNGSANGEBOT
Das Dienstleistungsangebot der ASA und des LBV
Wirtschaftliche Vorteile beim Erwerb von EU-Neufahrzeugen

REPORTAGEN / LESERMEINUNGEN
20 Jahre Mauerfall - Landwirte aus Ost und West bewirtschaften gemeinsam den früheren Grenzstreifen

INFORMATIONEN / SONSTIGES
Ökomenta Kunst an der Hochschule Anhalt (FH)
Miserable Stimmung unter den deutschen Bauern - Konjunkturbarometer Agrar
Thüringer ist neuer Präsident des Deutschen Landseniorenverbandes
16.000 Besucher kamen zum Bauernmarkt nach Halle
Erfolgreiche Arbeit des Verbandes der Teilnehmergesellschaften Sachsen-Anhalts
Chinesische Lehrkräfte zu Gast in Magdeburg
"Tag der Regionen" mit großer Beteiligung in Sachsen-Anhalt
Veranstaltungshinweise
Grüne Woche 2010
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag
Impressum


Werte Verbandsmitglieder, liebe Kolleginnen und Kollegen,

seit Ende Oktober haben wir wieder eine Bundesregierung mit zahlreichen neuen Ministern. Im Bereich der Landwirtschaft ist aber alles beim Alten geblieben. Ilse Aigner von der CSU wird das Amt weiterführen und ihre größte Aufgabe in der neuen Legislaturperiode wird darin bestehen, sich selbst zu emanzipieren. Ein gutes Vorbild hat sie in ihrem Parteikollegen zu Guttenberg, der die kurze Amtszeit genutzt hat, eigenständig Politik zu gestalten. Frau Aigner ist jetzt für vier Jahre die Landwirtschafts- und Verbraucherministerin für ganz Deutschland. Bayerische Sonderinteressen haben in der Amtsführung keinen Platz, vor allem, wenn sie den Interessen anderer Bundesländer entgegenstehen.

Ein Garant für solide Agrarpolitik ist und bleibt Staatssekretär Lindemann, der eigentlich in den wohlverdienten Ruhestand wechseln wollte, nun aber als beamteter Staatssekretär die Geschicke des BMELV fest in der Hand hat. Von der Politik erwarten wir vor allem einen klaren Kurs, mit dem langfristig nachvollziehbare Rahmenbedingungen abgesteckt werden.

Die EU, das heißt, die 27 Mitgliedstaaten sind die Verantwortlichen für die Gestaltung der Agrarpolitik. Wenn es unter diesen 27 Mitgliedstaaten keine deutliche Mehrheit für einen Richtungswechsel z. B. in der Milchpolitik gibt, dann ist ein deutscher Sonderweg sowohl kurzfristig, aber vor allem langfristig schädlich für die deutsche Landwirtschaft. Die ständigen Diskussionen um die Quote erhöhen deren Kosten und schaffen Unsicherheit, obwohl allen klar sein dürfte, dass das Quotenende am 31. März 2015 besiegelt ist.

Statt über Anpassungsstrategien nachzudenken und vor allem die Beziehungen zwischen Molkereien und Milchproduzenten neu zu ordnen, wird über ein eventuelles staatliches Mengensteuerungssystem nachgedacht. Die Kanzlerin hat in ihrem Gespräch mit Herrn Sonnleitner und Herrn Schaber mehr als deutlich gesagt, dass sich der Staat aus solchen Systemen zurückziehen wird.

Wenn das so ist, dann liegt sehr viel Verantwortung bei den beteiligten Wirtschaftspartnern und ihren Verbänden. Vom DBV, Raiffeisenverband (DRV) und Milchindustrieverband (MiV) erwarten wir deshalb eine konstruktive Zusammenarbeit im Interesse der Milcherzeuger und Milchverarbeiter. Wir werden von Seiten des Landesverbandes entsprechende Unterstützung geben.

Eine große Aufgabe kommt auf die neue Regierung mit der Gestaltung der EU-Politik nach 2013 zu. Noch im nächsten Jahr wird der Finanzrahmen für die Zeit von 2014 bis 2020 verhandelt. Dann wird sich entscheiden, wie mit der gemeinsamen Agrarpolitik verfahren werden soll.

Eine Renationalisierung ist mit Sicherheit die schlechteste Variante und kann nach nunmehr 52 Jahren europäischer Gemeinschaft keine ernsthafte Alternative sein. Der gemeinsame Markt in Europa braucht auch einen gemeinsamen Rahmen. Dazu gehört auch die Fortführung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und dafür wird sich unser Verband vehement einsetzen.

Ihr Frank Zedler


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