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Landesbauernverband Sachsen-Anhalt e.V.

INFORMATIONSHEFT - Archiv

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Monat März 2009
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Themen in diesem Monat

VERBANDSARBEIT / AGRARPOLITIK
Neue Wege für die Arbeit - Bauerntag in Anhalt
Kreisbauerntag des KBV Stendal e.V. mit Vorstandswahl
Mitgliederversammlung 2009 - Bauernverband Jerichower Land e.V.
Verbandstag des Bauernverbandes Nordharz e.V.
Bauerntag des Bauernverbandes Salzland e.V.
Landwirte blickten auf ein turbulentes Jahr zurück
Kreisbauernverbandstag 2009 - Bauernverband Burgenlandkreis e.V.
Agrarmarkt Informations-GmbH gegründet - Markt- und Preisberichterstattung für die Land und Ernährungswirtschaft

PFLANZENPRODUKTION
Neue Düngemittelverordnung und Neufassung des Düngesetzes in Kraft
Regelungen zur Beizung von Maissaatgut in Kraft getreten
Umgang mit chemisch behandeltem Z-Saatgut
Düngung - Nährstoff: Ca: "Kalk ist nicht alles …" Biologische Kalkwirkung - Kalk schafft Leben
19. Bernburger Winterseminar zu Fragen der Arznei- und Gewürzpflanzenproduktion
Anbauerverband und Zuckerfabrik Könnern wollen Senkung der Rodeverluste
Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner: "Anbau im Zweifel verbieten"

TIERPRODUKTION
DBV-Präsidium: Entschließung zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Milcherzeuger
Sterne für die Besten bei der LKV Jahreshauptversammlung
Mehr Transparenz bei Futtermitteln
DBV-Präsidium zur Ferkelkastration
DBV verhindert Einschränkung beim Tierarzneimitteleinsatz
Thüringer Milchtag
Stoppt das Bienensterben!

ÖKOLOGISCHER LANDBAU
Verein "Initiative Deutscher Bundesverband Ökologischer Landbau" gegründet

NATUR- UND UMWELTSCHUTZ
Kein modifizierter Flächenmaßstab für Gewässerunterhaltung
LBV über Unsicherheit der Beitragserhebung besorgt

NACHWACHSENDE ROHSTOFFE / ERNEUERBARE ENERGIEN
Anwendung des EEG 2009 - Besprechung zwischen den Landesbauernverbänden und der envia-NETZ GmbH
Entwurf der "NachhaltigkeitsVO Biomassestrom"
Tagung "Die Bedeutung des Landesentwicklungsplans für das Modellland Erneuerbare Energien"
Fachgespräch "Anbau schnellwachsender Baumarten in Sachsen-Anhalt - ein Beitrag zur Biomassestrategie des Landes"

RECHT UND VERWALTUNG
Verlängerung Pachtvertrag anstelle EALG-Kauf

ARBEITSRECHT / SOZIALES
Angebot zur Vermittlung rumänische Arbeitskräfte

LAND- UND FORSTWIRTSCHAFTLICHER ARBEITGEBERVERBAND
Bewerberauswahlreisen der ZAV nach Bulgarien und Polen
Durchführungsanweisung für Saisonarbeitskräfte aktualisiert

TRANSPORT UND VERKEHR
Ausnahmegenehmigung für Anhängerbremse

BILDUNG
Ergänzung zum Februarheft: Förderung der Ausbildungskooperation und Verbünde sowie für Zusatzqualifikationen
Attraktivität grüner Berufe dem zukünftigen Nachwuchs darstellen
Novellierung der Ausbilder-Eignungsverordnung abgeschlossen
Berufswettbewerb der Deutschen Landjugend "Grüne Berufe - Wir fürs Land"

FÖRDERMITTEL / BEIHILFEN
Sachsen-Anhalt fördert Umwelt schonende Landbewirtschaftung
Bauernverband begrüßt vorgesehene Modulationsprogramme
Mittelumschichtung im EPLR zu Gunsten AFP, AGZ und Ökolandbau geplant
Emissionserklärung 2008 - Abgabe bis zum 31. Mai 2009

DIREKTVERMARKTUNG
Weiterbildungsveranst.: "Sicher vermarkten - was muss der Direktvermarkter wissen und umsetzen"

LANDWIRTSCHAFTLICHE BERUFSGENOSSENSCHAFT
Informationen über schwere und tödliche Unfälle

DIENSTLEISTUNGSANGEBOT
Das Dienstleistungsangebot der ASA und des LBV
Stellengesuch - Landwirt / Betriebswirt

VVB IN VERBINDUNG MIT R+V
Mehr Schutz für mehr Gesundheit

REPORTAGEN / LESERMEINUNGEN
"Straußen- & Damwildhof Halamunda GbR"

INFORMATIONEN / SONSTIGES
Zweiter Jugendliteraturpreis der Dt. Landwirtschaft
Erhalt des deutschen Branntweinmonopols
Perspektive Landwirtschaft - Unternehmertag VB
Wetterfax für die Landwirtschaft
Veranstaltungshinweise / Reinstedt / agra Literaturhinweise
Impressum


Werte Verbandsmitglieder, liebe Kolleginnen und Kollegen,

die weltweite Finanzkrise hat sich inzwischen zu einer Finanz- und Wirtschaftskrise entwickelt, die neben den Banken und der gesamten Finanzwirtschaft auch große Teile der Industrie erreicht hat.

Auch die Landwirtschaft bekommt die Auswirkungen sehr deutlich zu spüren. Exporte von Lebensmittel sind aufgrund von Zahlungsproblemen in den Empfängerländern, insbesondere in Osteuropa und Asien, stark eingeschränkt. Das allgemeine Preisniveau für Rohstoffe insgesamt ist eingebrochen, auch landwirtschaftliche Produkte sind davon betroffen. Der Lebensmittelverbrauch hat sich zwar nicht verändert, aber in Krisenzeiten wird "preisbewusster" eingekauft. Die großen Lebensmittelhandelsketten und Discounter nutzen diese Situation, um über einen erbarmungslosen Preiskampf eigene Marktpositionen auszubauen. Die Kosten dieses Preiskampfes werden dabei über den Großhandel, die Verarbeiter bis zum Erzeuger durchgereicht. Landwirte werden zu "Restgeldempfängern" degradiert. Das können und wollen wir uns nicht bieten lassen, weil Marktwirtschaft so nicht funktionieren kann. Es ist deshalb an der Zeit, dass wir uns in der Vermarktung unserer Produkte über neue Formen verständigen. Dazu zählen unter anderem Erzeugergemeinschaften, neue Formen von Liefer- und Leistungsverträgen und mehr Markttransparenz - insbesondere bei Milch und Fleisch - zu den wichtigsten Forderungen. Märkte funktionieren zwischen Marktpartnern, die gleichberechtigt am Handel teilnehmen. Die Politik ist hier genauso gefordert, wie der Berufsstand selbst, für die entsprechenden Rahmenbedingungen zu sorgen. Diskussion über die besten Wege wird maßgeblich unsere Arbeit in diesem Jahr begleiten, weil spätestens mit dem Health-Check- Beschlüssen feststeht, dass sich Politik aus der unmittelbaren Marktregulierung mehr und mehr zurückzieht. Daran wird auch die gegenwärtige Finanz- und Wirtschaftskrise langfristig wenig ändern. Es geht darum, Rahmenbedingungen zu schaffen, die einen fairen Wettbewerb ermöglichen. Dazu zählt z. B. eine Steuerharmonisierung auf europäischer Ebene genauso wie die Durchsetzung des Kartellrechts. Dazu zählen aber auch bürokratische Hemmnisse in Genehmigungsverfahren bei Investitionen und unterschiedliche Anforderungen bei Umwelt-, Tierschutz- und Sozialstandards.

Allein die Besteuerung des Agrardiesels schwankt in der europäischen Union von 1 Cent je Liter bis zu 45 Cent je Liter in Deutschland. Hier wäre z. B. eine unmittelbare und schnelle Hilfe für die Landwirtschaft in Deutschland möglich, wenn der Dieselsteuersatz auf den europäischen Durchschnitt gesenkt würde.

Die zusätzlichen Modulationsmittel sind keine Hilfe in der Krise, weil sie erst Ende 2009 eingesammelt und ab 2010 verteilt werden. Wir sind natürlich zufrieden, dass unsere Vorschläge zur Verteilung der Modulationsmittel weitestgehende Berücksichtigung in den Landesprogrammen gefunden haben. Als Hilfe zur Krisenbewältigung sind sie nicht geeignet, dafür waren sie auch nicht vorgesehen.

Auf den Kreisbauerntagen in unserem Land war die kritische Lage in der Landwirtschaft und insbesondere in der Milch- und Veredlungswirtschaft bestimmendes Thema. Aber es gab auch viel Zuversicht und Kampfgeist, an Veränderungen mitzuwirken.

Der Landesverband mit Vorstand, Präsidium und Geschäftsbetrieb wird sich den Aufgaben stellen und Ergebnisse wie bei der Umsetzung der Health-Check-Beschlüsse sind Ausdruck unserer gemeinsamen Arbeit.

Ihr Frank Zedler


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