Themen in diesem Monat
Leitartikel/Kommentar
VERBANDSARBEIT / AGRARPOLITIK
Deutscher Bauerntag 2009 in Stuttgart "Wir ackern für Deutschland"
Forderungskatalog des DBV zur Bundestagswahl 2009 beschlossen
Agrarpolitische Sprecher der Bundestagsfraktionen beim Deutschen Bauerntag
"Wenn der Markt ruft, müssen wir schon da sein!"
Ein erfolgreicher Bauerntag ging zu Ende
Erfolgreiche Tage des offenen Hofes 2009
Großdemonstration in Luxemburg
Erfolgreiche Beteiligung von Landwirten an Kommunalwahlen
GUBB Unternehmensberatung
Gemeinsame Beratung Präsidium und Fachausschuss Milch des LBV Schwerpunktthema Milchmarkt und Milchpolitik
Beschlussfassung durch das Präsidium "Milchmarkt und Milchpolitik"
Nüchtern analysieren, realistisch denken, verantwortlich handeln! - Position des Landesbauernverbandes Sachsen-Anhalt
PFLANZENPRODUKTION
Innovative Pflanzenzüchtung im Schaugarten in Üplingen erlebbar
Bundeskabinett legt Nachhaltigkeitsverordnung vor
Wanzleber Rübentag - Mit Zuckerrüben erfolgreich in die Zukunft
LBV mit Landhändlern im Gespräch
TIERPRODUKTION
DBV-Fachausschuss Milch
28. Milchquotenbörse: Erzeuger stellen sich auf Ende der Milchquotenregelungen ein
Handelstermin 01.07.2009
Käse ist nicht gleich Käse
Betriebswirtschaft und Kuhsignale
Informationsveranstaltung der LLFG für Fütterungsberater
Tierische Fette an Nichtwiederkäuer zulässig
Literaturhinweis:Nutztiere in der Lebensmittelkette
ÖKOLOGISCHER LANDBAU
Förderung im ökologischen Landbau beraten
NATUR- UND UMWELTSCHUTZ
Landschaftspflegetag in Glücksburg
Neues Naturschutzgesetz am 19.06.2009 im Bun-destag verabschiedet
QUALITÄTSSICHERUNG
Zertifikate für Großalslebener Landwirte
ARBEITSRECHT / SOZIALES
Zivile Fachkräfte aus der Bundeswehr gewinnen
FÖRDERMITTEL / BEIHILFEN
Freude über die ersten Bewilligungen für Leader-Projekte
Bundestag hat Neuregelung zur Agrardieselbesteuerung beschlossen
DIENSTLEISTUNGSANGEBOT
Das Dienstleistungsangebot der ASA und des LBV
INFORMATIONEN / SONSTIGES
Beratung des Ökomenta-Beirates: Vorbereitungen des ersten Ökomenta-Dorffestes in Krosigk
Milch-Aktionswoche der Landfrauen - Die erste Juniwoche stand ganz im Zeichen des wertvollen
Lebensmittels
Die AMI ist gestartet
12. Harzer Landwirtschaftsfest und 2. Bundesschau Rotes Höhenvieh
Studenten der landwirtschaftlichen Fakultät der Humboldt-Uni in der Altmark
FNR: Literaturhinweis: Bauer Hubert baut ein Ferienhaus aus Holz
Flurfahrt 2009 durch den Burgenlandkreis
Veranstaltungshinweise
Impressum
Werte Verbandsmitglieder, liebe Kolleginnen und Kollegen,
der mit einiger Anspannung erwartete Bauerntag in Stuttgart ist zu Ende und die Delegierten und
Gäste unseres Landesverbandes kehren mit vielen guten Eindrücken zurück in ihre Kreisverbände.
Seit der letzten Wahl des Präsidenten und der Vizepräsidenten vor drei Jahren in Magdeburg hat sich
vieles im Berufsstand bewegt. Demonstrationen, Milchlieferstreiks und viele andere Aktionen haben den
Bauernverband herausgefordert und manche Aktivität anderer Organisationen war auch gegen den
Bauernverband gerichtet. Mit großer Spannung wurde deshalb das Wahlergebnis erwartet. Präsident
Sonnleitner bewarb sich mit einer sehr leidenschaftlichen Rede erneut um das Amt des Präsidenten
des Deutschen Bauernverbandes und wurde mit einem überwältigenden Ergebnis von 97 % wiedergewählt.
Dieses Ergebnis ist in der durchaus angespannten Situation berufsständischer Arbeit nicht nur ein
deutliches Bekenntnis zur Person Gerd Sonnleitner, sondern auch zur Arbeit des gesamten Bauernverbandes
und seiner Landesverbände. Die vier Vizepräsidenten erzielten auch jeweils Wahlergebnisse über
90 % und erfuhren damit eine wichtige Bestätigung ihrer hervorragenden Arbeit in den letzten drei Jahren.
Die Arbeitsschwerpunkte der Vizepräsidenten bleiben wie folgt
- erster Vizepräsident und ständiger Vertreter: Schindler
- Milchmarkt: Folgart
- Ackerbau: Hilse
- Veredelungsproduktion: Möllers
Gewählt wurden der Präsident und die Vizepräsidenten in einer geheimen Wahl von den rund
550 Delegierten aus allen Landesverbänden, die alle praktische Landwirte und gewählte Vertreter des
Berufsstandes in ihrer Region sind. Jeder Bauer kann Mitglied im Deutschen Bauernverband werden und
insgesamt 90 % aller deutschen Bauern haben diese Entscheidung freiwillig getroffen. Um ein Amt im
Kreis- oder Landesvorstand kann sich ebenso jedes Mitglied bewerben und zur Wahl stellen, wie es in
jeder demokratischen Vereinigung üblich ist. Genau diese demokratisch legitimierten Vertreter des
Berufsstandes haben in Stuttgart gewählt und haben auch über den "Forderungskatalog" diskutiert und
abgestimmt.
Der Forderungskatalog des DBV fasst auf insgesamt 21 eng beschriebenen Seiten die
wichtigsten Forderungen des Berufsstandes an Politik und Gesellschaft zusammen. Dieser
Forderungskatalog wurde als Entwurf rechtzeitig an alle Delegierten verteilt und im Vorfeld auf der
Grundlage von Hinweisen aus den Landesverbänden überarbeitet. Eine große Anzahl von Delegierten
ergriff außerdem auf dem Bauerntag das Wort, um weitere Änderungsanträge zu stellen. Nach einem
Diskussionsmarathon wurde schließlich der Forderungskatalog als Arbeitsgrundlage verabschiedet.
Eine Kurzfassung ist in diesem Heft und sollte auch als Arbeitsgrundlage für unsere Arbeit dienen.
Von den zahlreichen hochrangigen Gästen des Bauerntages, von der Bundeskanzlerin Frau Dr.
Angela Merkel, über die Parteivorsitzenden Franz Müntefering und Guido Westerwelle bis zur
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner sowie Ministerpräsident Günther Oettinger, kamen in
den Redebeiträgen allesamt klare Botschaften an die versammelten Bauern. Diese Botschaften
lauteten: Wir wollen eine soziale Marktwirtschaft, in der der Markt bestimmt, was und wie produziert
wird und in der Staat und Gesellschaft für Rahmenbedingungen zu sorgen haben, die die soziale
Marktwirtschaft ausmachen. Dazu gehört die soziale Absicherung ebenso wie die Honorierung von
Leistungen der Landwirtschaft für die Gesellschaft.
Darin ist auch die Forderung nach Beibehaltung der Direktzahlungen aus der gemeinsamen
Agrarpolitik der EU begründet. Alle Politiker, einschließlich der agrarpolitischen Sprecher der
Bundestagsfraktionen, haben mit Vehemenz die Fortführung der GAP auch nach 2013 gefordert und
Kontinuität bei den Direktzahlungen und dem Zwei-Säulen-Modell der EU-Zahlungen als programmatischen
Schwerpunkt herausgestellt.
Eine Forderung aller Redner und Diskussionsteilnehmer im Plenum und den Foren zog sich wie
ein roter Faden durch die zweitägige Veranstaltung
"seid ein einiger und starker Verband, der klare Aussagen trifft".
Genau diese Forderung sollten wir zur Grundlage unserer Arbeit nehmen.
Ihr Frank Zedler
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