Sie sind Besucher: Bluecounter Website Statistics Bluecounter Website Statistics

Landesbauernverband Sachsen-Anhalt e.V.

INFORMATIONSHEFT - Archiv

Zurück


Monat Juli 2009
Bitte beachten Sie, das Informationsheft wird NICHT online angeboten. Sie können es also nur durch ein reguläres Abonnement über den LBV beziehen und lesen!

Themen in diesem Monat

Leitartikel/Kommentar

VERBANDSARBEIT / AGRARPOLITIK
Deutscher Bauerntag 2009 in Stuttgart "Wir ackern für Deutschland"
Forderungskatalog des DBV zur Bundestagswahl 2009 beschlossen
Agrarpolitische Sprecher der Bundestagsfraktionen beim Deutschen Bauerntag
"Wenn der Markt ruft, müssen wir schon da sein!"
Ein erfolgreicher Bauerntag ging zu Ende
Erfolgreiche Tage des offenen Hofes 2009
Großdemonstration in Luxemburg
Erfolgreiche Beteiligung von Landwirten an Kommunalwahlen
GUBB Unternehmensberatung
Gemeinsame Beratung Präsidium und Fachausschuss Milch des LBV Schwerpunktthema Milchmarkt und Milchpolitik
Beschlussfassung durch das Präsidium "Milchmarkt und Milchpolitik"
Nüchtern analysieren, realistisch denken, verantwortlich handeln! - Position des Landesbauernverbandes Sachsen-Anhalt

PFLANZENPRODUKTION
Innovative Pflanzenzüchtung im Schaugarten in Üplingen erlebbar
Bundeskabinett legt Nachhaltigkeitsverordnung vor
Wanzleber Rübentag - Mit Zuckerrüben erfolgreich in die Zukunft
LBV mit Landhändlern im Gespräch

TIERPRODUKTION
DBV-Fachausschuss Milch
28. Milchquotenbörse: Erzeuger stellen sich auf Ende der Milchquotenregelungen ein
Handelstermin 01.07.2009
Käse ist nicht gleich Käse
Betriebswirtschaft und Kuhsignale
Informationsveranstaltung der LLFG für Fütterungsberater
Tierische Fette an Nichtwiederkäuer zulässig
Literaturhinweis:Nutztiere in der Lebensmittelkette

ÖKOLOGISCHER LANDBAU
Förderung im ökologischen Landbau beraten

NATUR- UND UMWELTSCHUTZ
Landschaftspflegetag in Glücksburg
Neues Naturschutzgesetz am 19.06.2009 im Bun-destag verabschiedet

QUALITÄTSSICHERUNG
Zertifikate für Großalslebener Landwirte

ARBEITSRECHT / SOZIALES
Zivile Fachkräfte aus der Bundeswehr gewinnen

FÖRDERMITTEL / BEIHILFEN
Freude über die ersten Bewilligungen für Leader-Projekte
Bundestag hat Neuregelung zur Agrardieselbesteuerung beschlossen

DIENSTLEISTUNGSANGEBOT
Das Dienstleistungsangebot der ASA und des LBV

INFORMATIONEN / SONSTIGES
Beratung des Ökomenta-Beirates: Vorbereitungen des ersten Ökomenta-Dorffestes in Krosigk
Milch-Aktionswoche der Landfrauen - Die erste Juniwoche stand ganz im Zeichen des wertvollen Lebensmittels
Die AMI ist gestartet
12. Harzer Landwirtschaftsfest und 2. Bundesschau Rotes Höhenvieh
Studenten der landwirtschaftlichen Fakultät der Humboldt-Uni in der Altmark
FNR: Literaturhinweis: Bauer Hubert baut ein Ferienhaus aus Holz
Flurfahrt 2009 durch den Burgenlandkreis
Veranstaltungshinweise
Impressum


Werte Verbandsmitglieder, liebe Kolleginnen und Kollegen,

der mit einiger Anspannung erwartete Bauerntag in Stuttgart ist zu Ende und die Delegierten und Gäste unseres Landesverbandes kehren mit vielen guten Eindrücken zurück in ihre Kreisverbände.
Seit der letzten Wahl des Präsidenten und der Vizepräsidenten vor drei Jahren in Magdeburg hat sich vieles im Berufsstand bewegt. Demonstrationen, Milchlieferstreiks und viele andere Aktionen haben den Bauernverband herausgefordert und manche Aktivität anderer Organisationen war auch gegen den Bauernverband gerichtet. Mit großer Spannung wurde deshalb das Wahlergebnis erwartet. Präsident Sonnleitner bewarb sich mit einer sehr leidenschaftlichen Rede erneut um das Amt des Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes und wurde mit einem überwältigenden Ergebnis von 97 % wiedergewählt. Dieses Ergebnis ist in der durchaus angespannten Situation berufsständischer Arbeit nicht nur ein deutliches Bekenntnis zur Person Gerd Sonnleitner, sondern auch zur Arbeit des gesamten Bauernverbandes und seiner Landesverbände. Die vier Vizepräsidenten erzielten auch jeweils Wahlergebnisse über 90 % und erfuhren damit eine wichtige Bestätigung ihrer hervorragenden Arbeit in den letzten drei Jahren.

Die Arbeitsschwerpunkte der Vizepräsidenten bleiben wie folgt
- erster Vizepräsident und ständiger Vertreter: Schindler
- Milchmarkt: Folgart
- Ackerbau: Hilse
- Veredelungsproduktion: Möllers

Gewählt wurden der Präsident und die Vizepräsidenten in einer geheimen Wahl von den rund 550 Delegierten aus allen Landesverbänden, die alle praktische Landwirte und gewählte Vertreter des Berufsstandes in ihrer Region sind. Jeder Bauer kann Mitglied im Deutschen Bauernverband werden und insgesamt 90 % aller deutschen Bauern haben diese Entscheidung freiwillig getroffen. Um ein Amt im Kreis- oder Landesvorstand kann sich ebenso jedes Mitglied bewerben und zur Wahl stellen, wie es in jeder demokratischen Vereinigung üblich ist. Genau diese demokratisch legitimierten Vertreter des Berufsstandes haben in Stuttgart gewählt und haben auch über den "Forderungskatalog" diskutiert und abgestimmt.

Der Forderungskatalog des DBV fasst auf insgesamt 21 eng beschriebenen Seiten die wichtigsten Forderungen des Berufsstandes an Politik und Gesellschaft zusammen. Dieser Forderungskatalog wurde als Entwurf rechtzeitig an alle Delegierten verteilt und im Vorfeld auf der Grundlage von Hinweisen aus den Landesverbänden überarbeitet. Eine große Anzahl von Delegierten ergriff außerdem auf dem Bauerntag das Wort, um weitere Änderungsanträge zu stellen. Nach einem Diskussionsmarathon wurde schließlich der Forderungskatalog als Arbeitsgrundlage verabschiedet. Eine Kurzfassung ist in diesem Heft und sollte auch als Arbeitsgrundlage für unsere Arbeit dienen.

Von den zahlreichen hochrangigen Gästen des Bauerntages, von der Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel, über die Parteivorsitzenden Franz Müntefering und Guido Westerwelle bis zur Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner sowie Ministerpräsident Günther Oettinger, kamen in den Redebeiträgen allesamt klare Botschaften an die versammelten Bauern. Diese Botschaften lauteten: Wir wollen eine soziale Marktwirtschaft, in der der Markt bestimmt, was und wie produziert wird und in der Staat und Gesellschaft für Rahmenbedingungen zu sorgen haben, die die soziale Marktwirtschaft ausmachen. Dazu gehört die soziale Absicherung ebenso wie die Honorierung von Leistungen der Landwirtschaft für die Gesellschaft.

Darin ist auch die Forderung nach Beibehaltung der Direktzahlungen aus der gemeinsamen Agrarpolitik der EU begründet. Alle Politiker, einschließlich der agrarpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen, haben mit Vehemenz die Fortführung der GAP auch nach 2013 gefordert und Kontinuität bei den Direktzahlungen und dem Zwei-Säulen-Modell der EU-Zahlungen als programmatischen Schwerpunkt herausgestellt.

Eine Forderung aller Redner und Diskussionsteilnehmer im Plenum und den Foren zog sich wie ein roter Faden durch die zweitägige Veranstaltung

"seid ein einiger und starker Verband, der klare Aussagen trifft".

Genau diese Forderung sollten wir zur Grundlage unserer Arbeit nehmen.

Ihr Frank Zedler


zum Archiv