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Landesbauernverband Sachsen-Anhalt e.V.

INFORMATIONSHEFT - Archiv

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Monate Januar/Februar 2009
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Themen in diesem Monat

VERBANDSARBEIT / AGRARPOLITIK
Resümee zur Grünen Woche 2009
Tag der Ausbildung 2009 unter dem Motto: "Grüne Berufe - einfach cool"
Zukunftsforum Ländliche Entwicklung
Landschaftskunstprojekt "Ökomenta 09" während des Bühnenprogramms in der Sachsen-Anhalt- Halle 23b präsentiert
Kongress zum Milchmarkt von Morgen
Bauernverband "Saaletal" gibt Auftakt für diesjährige Verbandstage
Aufruf zur Teilnahme am Tag des offenen Hofes 2009
Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Absatzfondsgesetz - Bauernverband fordert nachhaltige Lösungen für Agrarmarketing und Preisberichtsstelle

PFLANZENPRODUKTION
EU-Pflanzenschutznovelle verabschiedet
Aktuelle Zahlen Wintergetreide- und Winterrapsaussaat zur Ernte 2009
Die Antwort auf die Gretchenfrage: variabel düngen
agricon

TIERPRODUKTION
Arbeitsgespräch zur Lage am Milchmarkt
Kommission gewährt wieder Exporterstattungen für Milchprodukte
Börsentermin für Milchquote
Fachausschuss Schaf- und Ziegenhaltung - vielfältige Problemdiskussion
AG Tiergesundheit tagte
Mehr Tierschutz durch die Kleingruppenhaltung
Ergebnisse des deutschen Bienenmonitorings

NATUR- UND UMWELTSCHUTZ
Bauern haben über Situation im Drömling beraten
Umsetzung der FFH- und Vogelschutzrichtlinie

NACHWACHSENDE ROHSTOFFE / ERNEUERBARE ENERGIEN
Bauernverbände Mitteldeutschlands auf der enertec 2009
Biogas - neues Gesetz, neue Verfahren, neuer Schwung
"Bauer Huberts" Nachwachsende Rohstoffe

RECHT UND VERWALTUNG
Freileitungen nicht selbst freischneiden
Umsatzsteuerfreiheit von Dienstbarkeitsentschädigung

ARBEITSRECHT / SOZIALES
Auswertung der Saisonbeschäftigung 2008 und Vorausschau 2009
Saisonarbeitskräfte zur Abgabe von Steuererklärung verpflichtet
AGV Der Land- und Forstwirtschaftliche Arbeitgeberverband Sachsen-Anhalt informiert:
1. Bundestagsbeschluss zum Arbeitnehmer- Entsendegesetz und Mindestarbeitsbedingungengesetz
2. Änderung des Gesetzes über die Errichtung einer Zusatzversorgungskasse für Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft (ZVALG) - hier Kürzung der Ausgleichsleistung

TRANSPORT UND VERKEHR
Ausnahmegenehmigungen für HW80 einholen

BILDUNG
"Chance 2009" - größte Bildungsmesse Sachsen-Anhalts
Kartoffel-Experimentierbox "Rund um die Knolle"
Hoftorschild "Wir bilden aus - anerkannter Ausbildungsbetrieb" steht als Werbemittel für die grünen Berufe zur Verfügung
Mittel zur Förderung der Ausbildungskooperation und Verbünde sowie für Zusatzqualifikationen

FÖRDERMITTEL / BEIHILFEN
Die Rentenbank informiert

DIREKTVERMARKTUNG
Veranstaltung für Direktvermarkter: "Sicher vermarkten" - was muss der Direktvermarkter wissen und umsetzen -
Neuregelungen der Verpackungs-Verordnung für Direktvermarkter

LANDWIRTSCHAFTLICHE BERUFSGENOSSENSCHAFT
Informationen über schwere und tödliche Unfälle

DIENSTLEISTUNGSANGEBOT
Das Dienstleistungsangebot der ASA und des LBV

REPORTAGEN / LESERMEINUNGEN
Jugend- und Schulbauernhof Othal - Spiel, Spaß, Lernen & Erholen inmitten der Natur - Landleben pur auf dem Bauernhof !

INFORMATIONEN / SONSTIGES
DLG-Tagung 2009: "Landwirtschaft 2020: Erwartungen, Strategien, Verantwortung"
Konjunkturbarometer Agrar: Stimmung in der Landwirtschaft hat sich weiter verschlechtert
Situationsbericht des DBV veröffentlicht
Veranstaltungshinweise
agra Vorteilscoupon für Mitglieder des LBV
Impressum


Werte Verbandsmitglieder, liebe Kolleginnen und Kollegen,

das neue Jahr 2009 hat uns mit starkem Frost und in vielen Regionen auch mit reichlich Schnee begrüßt. Alte Bauernregeln sagen dann ja ein gutes Jahr voraus. "Der Januar muss vor Kälte knacken, wenn es soll beim Bauern sacken". Zunächst hat die Kälte natürlich dafür gesorgt, dass in den Tierproduktionsbetrieben erheblicher Aufwand betrieben werden musste. Größere Schäden sind aber nicht entstanden und Landwirte wissen auch, wie sie mit Anforderungen aus dem Wettergeschehen umzugehen haben.
Viel schlimmer sind die Marktentwicklungen, wo inzwischen auch die Finanz- und Wirtschaftskrise auf die Landwirtschaft durchschlägt. Nicht nur die Verbraucher reagieren mit ihrem Einkaufsverhalten auf die Unsicherheiten, sondern vor allem die Exportmärkte brechen ein. Hochveredelte deutsche Nahrungsmittel waren bisher vor allem auch im Export gefragt. Das trifft für Fleisch- und Wurstwaren genauso zu wie für Milchprodukte. Allein bei der Milch beträgt der Exportteil 44% der gesamten Milchmenge. Unsicherheiten im Zahlungsverhalten und starke Währungsschwankungen, vor allem in Osteuropa, gefährden solche Märkte erheblich. Die EU hat jetzt darauf reagiert und für Molkereiprodukte eine Exportbeihilfe beschlossen. Das löst wiederum in vielen Ländern Proteste aus, weil Exportbeihilfen landeseigene Produktion in Empfängerländern benachteiligt.

Die Exportbeihilfe sollte aber vor allem dem Ausgleich von Währungsdisparitäten dienen und mithelfen, dass traditionelle Exporte von Molkereiprodukten nach Osteuropa weiterlaufen können. Außerdem wird am 1. März die Intervention für Butter und Magermilchpulver geöffnet, um auch mit diesem Instrument Marktentlastungen zu bewirken. Die EU-Kommissarin, Frau M. Fischer-Boel, hatte mit diesen Ankündigungen auf der Grünen Woche noch Beifall bekommen. Bei genauer Betrachtung ist die Intervention allerdings nur eine Verschiebung des Problems und die möglichen Mengen sind auch sehr gering. Noch schlimmer ist die Tatsache, dass der Interventionspreis als Signal für einen allgemeinen Marktmilchpreis verstanden wird. Genau das darf aber nicht eintreten, weil ein Interventionspreis von weit weniger als 25 Cent für eine relativ geringe Menge keine Marktwirkungen haben darf.

Sorgen bereitet auch der Getreide- und Ölsaatenmarkt. Weltweit steigt die Nachfrage, Lagerbestände und Reserven sind kaum aufgewachsen, aber die gute Ernte in allen Teilen der Welt hat einen enormen Druck auf die Preise ausgeübt. Jetzt scheint es eine positive Entwicklung zu geben. Das größte Problem ist jedoch, dass die tatsächliche Menge, die noch in der Landwirtschaft vorhanden ist, zurzeit kaum bekannt ist.
Beim Fleisch hat sich eine leichte Entwicklung vollzogen, aber die Preise sind bei weitem noch nicht ausreichend.

Unzufrieden sind die Landwirte aber vor allem mit der Politik. Während Milliarden in Banken und Autoindustrie fließen, wird die Landwirtschaft zurzeit sehr stiefmütterlich behandelt. Der Deutsche Bauernverband und mit ihm alle Landesverbände haben eine massive Beteiligung am Konjunkturprogramm gefordert. Die Landwirtschaft darf nicht nur in die Rolle der Inflationsbremse geschoben werden, sondern verlangt vor allem Wettbewerbsgleichheit. Das kann am besten durch Anpassung der Agrardieselsteuer an das EU-Niveau geschehen und das kann auch durch zusätzliche Investitionshilfen geschehen. Dafür haben und werden wir uns gegenüber der Politik massiv einsetzen.

Ihr Frank Zedler


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