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Landesbauernverband Sachsen-Anhalt e.V.

INFORMATIONSHEFT - Archiv

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Monat Dezember 2009
Bitte beachten Sie, das Informationsheft wird NICHT online angeboten. Sie können es also nur durch ein reguläres Abonnement über den LBV beziehen und lesen!

Themen in diesem Monat

Leitartikel/Kommentar

VERBANDSARBEIT / AGRARPOLITIK
Präsidiumsklausur des Landesbauernverbandes
Fachausschuss "Ethik" des LBV tagte
Fachausschuss "Öffentlichkeitsarbeit": Konzept Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation des LBV - Stand der Umsetzung
Entzüge landwirtschaftlicher Flächen weiter Brennpunktthema
Ökomenta09 - Höhepunkte zum Abschluss des Jahres

TIERPRODUKTION
Fachausschuss Milch: Informationen zu Milchpreisen, Tierzahlen und GVO - Problematik
Fachausschuss Rind beim DBV: Ab 2010 Begleitpapier für Schlachthof erforderlich
Erste gemeinsame Schweinehaltertage
Mitgliederversammlung Rindermast mit Rosé-Fleisch und Lungenspülung
GUBB Beratung - kompetent, konstruktiv, kreativ
Netzwerkteilnehmer treffen sich in Berlin
Mitteldeutsche Länder probten Tierseuchenkrisenmanagement
Änderung Milchquotenverordnung
Schweinemarkt und Tierschutz - Themen im Fachausschuss Schwein
Landbaufolie - Günstige Abholung
Tierschutz-Nutztierverordnung wurde um Anforderungen an das Halten von Masthühnern ergänzt!

BETRIEBSWIRTSCHAFT
Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Landwirtschaftszählung 2010
7. Tag der Betriebswirtschaft in Bernburg-Strenzfeld
Auszeichnung der Jahrgangsbesten zum Tag der Betriebswirtschaft

NATUR- UND UMWELTSCHUTZ
Mitwirkung in Unterhaltungsverbänden
Deichschutz beachten

NACHWACHSENDE ROHSTOFFE / ERNEUERBARE ENERGIEN
Bioenergieexkursion - Strohballenheizung und Biogasanlage auf Güllebasis
2. Mitteldeutsches BioBranchenTreffen der Bauernverbände

RECHT / VERWALTUNG
Fachanwalt für Agrarrecht - RA Dr. Hans Thomas Kropp
Wasserentgelt abwenden

ARBEITSRECHT / SOZIALES
Zusätzliche Bundesmittel zur landwirtschaftlichen Unfallversicherung(LUV) vorgesehen
Fachausschuss Sozialpolitik beriet zu sozialpolitischen Aussagen des Koalitionsvertrages und Beitragsfragen

BILDUNG
Mitglieder des Fachausschusses Berufsbildung und Bildungspolitik des LBV nach Magdeburg eingeladen
Nachwuchswerbung für die Grünen Berufe in Sangerhausen und Gatersleben
Lehrmaterialien zum Thema "Landwirtschaft" für schulische und außerschulische Lernorte

FÖRDERMITTEL / BEIHILFEN
Grünlandumbruch durch neue Landesverordnung geregelt
Grünlandmilchprogramm des Bundes

DIREKTVERMARKTUNG
Fachausschuss Direktvermarktung: Vorbereitung eines gemeinsamen Weiterbildungsseminars von LLFG, AMG und LBV

DIENSTLEISTUNGSANGEBOT
Das Dienstleistungsangebot der ASA und des LBV
Management-, Controlling-, Planungs- und Informations-Software
ISUZU bewegt
Tankstellen aus dem Baukasten WI BAU TEC Bau- und Umwelttechnik GmbH

VVB IN VERBINDUNG MIT R+V
Gezielt vorsorgen zahlt sich doppelt aus: die VR-RürupRente

INFORMATIONEN / SONSTIGES
Leader-Konferenz Sachsen-Anhalt 2009
Arbeitsbesuch in Österreich brachte interessante Erkenntnisse für Projekte im ländlichen Bereich
AMG Sachsen-Anhalt mit neuem Aufsichtsratsvorsitzenden
Wollen wie Schlafdörfer und importiertes Fleisch?
Landesernteball 2009
Veranstaltungshinweise
Mehr Gewinn und Lebensqualität - mit dem BUS-Unternehmertraining der Andreas-Hermes-Akademie im Bildungshaus am Harz
5. Juni - Tag des offenen Hofes 2010
Frohe Weihnachten
Wo das Beste zusammenkommt. Internationale Grüne Woche Berlin
Impressum


Werte Verbandsmitglieder, liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Jahr 2009 neigt sich dem Ende zu und es ist Zeit, Bilanz zu ziehen. Auch wenn in vielen landwirtschaftlichen Betrieben das Wirtschaftsjahr am 1. Juli beginnt und am 30. 6. des darauffolgenden Jahres endet, und das vergangene Wirtschaftjahr in vielen Betrieben im Ergebnis noch vertretbar war, dann kann man das vom aktuellen Wirtschaftsjahr nicht mehr sagen. Getreidepreise weit unter dem Vorjahresniveau, Tiefstpreise bei Milch und drastisch eingebrochene Schweinepreise, besonders in den letzten Monaten, haben viele Betriebe in große Bedrängnis gebracht. Fehlende Liquidität und mangelnde Finanzierungsmöglichkeit haben gerade bei Milcherzeugern die Lage weiter verschärft und zum Teil unerträglich gemacht.

Die Proteste der Milchbauern waren deshalb auch im Jahr 2009 ständiger Begleiter berufsständischer Arbeit. Erinnert sei hier vor allem an die Großdemonstration unter Führung des Deutschen Bauernverbandes in Berlin zwischen dem Brandenburger Tor und der Siegessäule. Auch die Mitglieder unseres Landesverbandes waren maßgeblich an dieser machtvollen Kundgebung beteiligt.

Die Politik hat danach reagiert und die Dieselsteuererstattung auf das ursprüngliche Maß korrigiert. Auch ein Liquiditätshilfeprogramm mit Zinsermäßigung und Landesbürgschaft wurde aufgelegt, in unserem Land aber nur mäßig in Anspruch genommen. Trotzdem können wir sagen, dass unsere Arbeit im Verband und unsere Proteste etwas bewirkt haben. Denn die Steuererstattung von rund 21 Cent je verbrauchtem Liter Diesel ohne Ober- und Untergrenze bedeuten bei 100 Litern Diesel auch 21 Euro mehr und das ist ein merklicher Beitrag.

Genauso wurde durch intensiven und dauerhaften Druck auf die Politik in unserem Land die Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete wieder auf das ursprüngliche Niveau von rund 9 Millionen Euro aufgestockt. Das hat vor allem auch den Milcherzeugern in den schwachen Standorten geholfen, auch weil dieses Geld im September geflossen ist, genauso wie die Direktzahlungen Anfang Dezember auf den Konten waren, was ohne Bauernverband nicht so gekommen wäre.

Natürlich wäre es viel besser, wenn wir endlich wieder an den Märkten unser Geld verdienen könnten, denn das wollen die Landwirte in erster Linie. Erste Lichtblicke zeichnen sich jetzt ab, dass es mit den Preisen bergauf geht. Der Bauernverband kann aber nur an Rahmenbedingungen sowohl für Märkte als auch für Politik mitarbeiten und mitgestalten. Das ist uns nicht überall gelungen, aber es sind zumindest Teilerfolge zu sehen. Es gibt auch Verbände, die das alles negieren, selbst nichts erreicht haben, aber den Berufsstand spalten. Das wird nicht dazu beitragen, dass wir in Zukunft sowohl gegenüber der Politik als auch gegenüber Marktpartnern besonders durchsetzungsfähig sind. Gegen einen sachlichen fairen Meinungsstreit über den besten Weg und die beste Lösung hat niemand etwas einzuwenden.

Wenn es gestattet ist, zum Jahresende einen Wunsch zu äußern, dann soll es der Wunsch nach mehr Zusammenhalt und geschlossenem Auftreten nach außen sein.

Im Jahr 2010 und danach werden in Brüssel die Weichen für die zukünftige gemeinsame Agrarpolitik gestellt. Ein vielschichtiger Kanon von Stimmungen und Meinungen und Aggressivität bei notwendigen Aktionen sind die denkbar schlechteste Grundlage für konstruktive Verhandlungen und positive Ergebnisse im Interesse der Landwirtschaft.

Ich wünsche allen Verbandsmitgliedern und ihren Familien geruhsame und friedliche Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Ihr Frank Zedler


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