Themen in diesem Monat
Leitartikel/Kommentar
VERBANDSARBEIT / AGRARPOLITIK
Wahlen zum 17. Deutschen Bundestag
DANKE.JETZT REICHT´S
PFLANZENPRODUKTION
Mykotoxinmonitoring: Winterweizen in Sachsen-Anhalt ohne DON-Belastung
GUBB Unternehmensberatung
Zweiter Runder Tisch "Pflanzengenetik" bei Bundesministerin Schavan
DLG entwickelt Konzept für internationales Ackerbauzentrum
Durchschnittliche Getreideernte 2009 erwartet
Gespräch zu den aktuellen Entwicklungen bei der Getreidebeize
TIERPRODUKTION
Milchgespräch im Ministerium
EU-Milchmarktbericht belegt schwierige Lage der Milcherzeuger
DBV strebt völligen Verzicht auf die Ferkelkastration an
Informationsveranstaltung für Gehegewildhalter
ÖKOLOGISCHER LANDBAU
Verein "Initiative Deutscher Bundesverband Ökologischer Landbau" - Erste Mitgliederversammlung
NATUR- UND UMWELTSCHUTZ
Ländliches Wegekonzept wird aktualisiert
Feldlerchenfenster für Sachsen-Anhalt
NACHWACHSENDE ROHSTOFFE / ERNEUERBARE ENERGIEN
Merkblatt zur Sicherheit von Biogasanlagen veröffentlicht
DVD stellt mustergültige Biogasanlagen vor
Bundestag beschließt Regeln für Getreidenutzung in Kleinfeuerungsanlagen
Informationsveranstaltung und Mitgliederversammlung des NAROSSA e.V.
RECHT / VERWALTUNG
Rückwirkung zum Flächenerwerbsänderungsgesetz
LAND- UND FORSTWIRTSCHAFTLICHER ARBEITGEBERVERBAND
Verordnung über die Berufsausbildung zur Fachkraft Agrarservice in Kraft
Neuer Vorstand des Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbandes Sachsen-Anhalt e.V. gewählt
Unbefristete Arbeitsberechtigung für ausländische Saisonarbeitskräfte möglich
Voraussetzungen für Internetplattform zur Gewinnung von ausländischen Saisonarbeitskräften
durch GLFA geschaffen
TRANSPORT UND VERKEHR
Neuauflage "Landwirtschaftliche Fahrzeuge im Straßenverkehr"
Güterbeförderung in der Landwirtschaft
Merkblatt: Güterbeförderung in der Landwirtschaft
BILDUNG
Neues Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) seit 01. Juli 2009 in Kraft
FÖRDERMITTEL / BEIHILFEN
Information zur Agrardieselbesteuerung
Liquiditätshilfeprogramm des Landes Sachsen-Anhalt 2009
LANDWIRTSCHAFTLICHE BERUFSGENOSSENSCHAFT
Informationen über schwere und tödliche Unfälle
DIENSTLEISTUNGSANGEBOT
Das Dienstleistungsangebot der ASA und des LBV
Andere versprechen - wir garantieren! Kein Zusatzbeitrag bis 2011! AOK Sachsen-Anhalt - Testen Sie uns!
INFORMATIONEN / SONSTIGES
DKB-Landwirtschaftspreis 2009
Wirtschaftliche Stimmung der Landwirtschaft noch in der Talsohle
2. Runder Tisch zur Lebensmittelkette
Ökomenta 09: Erste gestaltete "Kunstwerke zum Dorffest in Krosigk präsentiert
Vorstand des Bauernverbandes Börde besichtigte den "Schaugarten Üplingen"
ima Kurzgeschichtenwettbewerb 2009/2010
Veranstaltungshinweise
Impressum
Geschäftsstellen der Kreisbauernverbände
Werte Verbandsmitglieder, liebe Kolleginnen und Kollegen,
die Ernte der Mähdruschfrüchte neigt sich in allen Landesteilen dem Ende zu. Vor allem in
den Regionen mit leichteren Böden hat die regenreiche Witterung im Mai und Juni zu guten Erträgen bei
Getreide und vor allem bei Raps geführt. Manche Betriebe haben absolute Spitzenerträge eingefahren,
allerdings wird sich der finanzielle Ertrag in Grenzen halten. Die Preise sind mit dem Fortgang der
Erntearbeiten regelrecht abgestürzt. Dazu kommen noch hohe Produktionsmittelpreise aus dem vergangenen
Jahr und stark gestiegene Pachtkosten, die nicht mehr im Einklang mit den Produktpreisen stehen.
Unser Landesverband wird sich im Landesvorstand und im Präsidium nochmals intensiv dem Thema
Pacht- und Bodenmarkt widmen. Wir erwarten, dass vor allem BVVG, Landgesellschaft und Kirche als
Großverpächter den Wettbewerb um die höchsten Preise nicht weiter anheizen.
Längerfristige Verpachtungen im Direktverfahren sind ein probates Mittel, Preise zu dämpfen
und in Einklang mit den betriebswirtschaftlichen Ergebnissen und zukünftigen Erwartungen der
Marktfruchtproduktion zu bringen. Lebensmittelpreise lassen sich nicht ohne weiteres steigern,
daran hat weder die Politik noch die ganze Gesellschaft ein Interesse. Wir erwarten natürlich
angemessene Bezahlung unserer Arbeit und unserer Leistungen und der Leitspruch "Lebensmittel sind mehr
wert" gilt nach wie vor. Wir müssen aber andererseits auch feststellen, dass hohe Preise einen Markt
für Imitate und Ersatzstoffe öffnen. Natürlich verlangen wir eine klare Kennzeichnung der tatsächlichen
Zusammensetzung und Herkunft von Lebensmitteln. Dann kann der "mündige" Verbraucher selbst entscheiden,
was er konsumiert. Wir dürfen uns aber trotz öffentlicher Aussagen vieler Verbraucher "immer nur
das Beste zu kaufen" keinen Illusionen hingeben. Zum Schluss gibt der Preis den größten Ausschlag
zur Kaufentscheidung. Das bedeutet Arbeit in zwei Richtungen. Erstens durch Öffentlichkeitsarbeit,
Imagepflege und direkte Verbraucheransprache ständig die hohe Wertigkeit unserer Lebensmittel in
den Mittelpunkt zu stellen, andererseits aber auch durch rationelle Organisation der Produktion,
durch Mitwirkung bei der Kostendämpfung von Produktionsmitteln und durch Gestaltung von optimalen
Vermarktungswegen zu angemessenen Verbraucherpreisen beizutragen.
Eine Reduzierung des Angebots mit der Hoffnung auf steigende Preise kann deshalb nicht
die einzige Antwort auf die desaströse Situation in der Milchproduktion sein. Natürlich kann
niemand für 21 Cent Milch produzieren und gerade bei der Milch ist die Vermarktungskette
erheblich gestört.
Von den Milchverarbeitern wird der Rohmilchmarkt noch nicht als Markt begriffen und
für die abgelieferte Milch gewissermaßen das Restgeld weitergereicht. Das muss sich sofort ändern,
weil sonst eine Zusammenarbeit von Marktpartnern nicht gewährleistet ist. Hier erwarten wir vor
allem im genossenschaftlichen Sektor eine Kehrtwende.
Anfang September werden die Agrarminister der EU-Mitgliedstaaten den Milchbericht der
EU-Kommission diskutieren, bis dahin sollten wir uns in vielfältiger Weise in die Diskussion
einbringen. Eine gute Gelegenheit sind auch Gespräche mit Kandidaten für die Bundestagswahl.
Der Landesbauernverband wird mit den Kreisverbänden solche Diskussionsrunden organisieren.
Ihr Frank Zedler
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