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Landesbauernverband Sachsen-Anhalt e.V.

INFORMATIONSHEFT - Archiv

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Monat April 2009
Bitte beachten Sie, das Informationsheft wird NICHT online angeboten. Sie können es also nur durch ein reguläres Abonnement per Post beziehen und lesen!

Themen in diesem Monat

VERBANDSARBEIT / AGRARPOLITIK
20. Landesbauernverbandstag in Halle-Peißen
Erklärung des Landesbauernverbandstages
Beschlüsse des Verbandstages
"Team Sachsen-Anhalt" des 29. bundesweiten Berufswettbewerbes der deutschen Landjugend aktiv unterstützen
Etablierung eines dualen Ausbildungsganges an der FS für Landwirtschaft, Gartenbau und Hauswirtschaft zur Heranbildung von Führungskräften
Forderung des Verbandes an die Agrarministerkonferenz: Hilfe für Milcherzeuger!
Agrarministerkonferenz greift aktuelle Probleme der Landwirtschaft auf, sofortige Hilfe ist aber nicht zu erwarten
Resolution des DBV zur Dieselsteuer
"Magdeburger Erklärung" zur Situation auf dem Milchmarkt
Randnotizen zur Agrarministerkonferenz
Tag des offenen Hofes 2009
Kreistagswahl: "Landwirte für die Region" in Stendal gegründet
Wählergruppe Bauernverband Mansfeld-Südharz stellte ihre Kandidaten für die Kommunalwahl auf

PFLANZENPRODUKTION
EU-Kommission gestattet Einfuhr von GV-Raps T45
Winterkulturen überwiegend in gutem Zustand

TIERPRODUKTION
17. Fleischrindertage Sachsen-Anhalt mit Landesfleischrinderschau
Emotionale aber sachliche Diskussion beim Fachausschuss Milch
DBV: Aktuelles vom Milchmarkt
Stendaler Symposium - Tierärzte referieren über BVD Bekämpfung, Paratuberkulose u. Blauzunge
27. Milchquotenbörse - Quotenpreise auf historisches Tief gesunken
Handelstermin 01.04.2009
Diskussion zur aktuellen Situation im Milchsektor

BETRIEBSWIRTSCHAFT
Informationen zur Verwendung der Modulationsmittel

NATUR- UND UMWELTSCHUTZ
Landwirtschaft und WRRL - Wie sollten die Ziele d. ersten Maßnahmeprogramme erreicht werden?
Konferenz zur nachhaltigen Nutzung landwirtschaftlicher Flächen

RECHT UND VERWALTUNG
Erwerbsvoraussetzungen juristischer Personen für den EALG-Kauf

LAND- UND FORSTWIRTSCHAFTLICHER ARBEITGEBERVERBAND
Arbeitnehmer-Entsendegesetz und Mindestarbeitsbedingungengesetz geändert

BILDUNG
"Tag der Berufe" - landwirtschaftliche Unternehmen gaben Einblick in ihre Tätigkeit
Junge Agrarfachkräfte haben Interesse am Internationalen Praktikantenaustausch des DBV
DBV-Positionspapier: "Perspektiven der landwirtschaftlichen Berufsbildung"
Schülerkalender 2009/2010 trägt den Namen "PlanR" und wird Ausbildungsberufe in Sachsen- Anhalt vorstellen

FÖRDERMITTEL / BEIHILFEN
Landesförderung für die Einführung von neuen Qualitätssicherungssystemen
5 Mill. Euro für ländlichen Wegebau
Ackerland zu Dauergrünland?

DIREKTVERMARKTUNG
"Sicher vermarkten - was muss der Direktvermarkter wissen und umsetzen", Weiterbildungsveranstaltung
Fördergemeinschaft "Einkaufen auf dem Bauernhof" bereitet mit Landschriftenverlag Direktvermarktermesse "Ab Hof2009" in Karlsruhe vor

DIENSTLEISTUNGSANGEBOT
Das Dienstleistungsangebot der ASA und des LBV
15 Jahre Agrardienste Sachsen-Anhalt GmbH (ASA)
Veranstaltung: aktuelle Fragen des Steuerrechts im Jahr 2009

VVB IN VERBINDUNG MIT R+V
R+V Spezialkonzept für die Maschinenversicherung von landwirtschaftlichen Maschinen

INFORMATIONEN / SONSTIGES
Altmärker Landsenioren in Iden
Veranstaltungshinweise
Impressum


Werte Verbandsmitglieder, liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach langem Zögern hat sich der Winter erst in den letzten Märztagen verabschiedet. Alle Arbeiten auf den Feldern müssen nun gleichzeitig und mit hoher Schlagkraft durchgeführt werden. Doch das bereitet den Bauern keine Probleme, weil Landwirtschaft Arbeit in und mit der Natur bedeutet und immer wieder neue Erfahrungen bringt. Die Saaten sind im Allgemeinen gut aus dem Winter gekommen und große Schäden bisher nicht bekannt. Die ersten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Jahr sind damit gegeben. Wir wissen aber auch, dass noch sehr viel passieren kann, sowohl in der Natur als auch im Markt.

Die Finanzkrise hat sich zur Wirtschaftskrise entwickelt und breitet sich in alle Wirtschaftsbereiche aus. Auch die Landwirtschaft ist inzwischen in hohem Maße betroffen, da vor allem internationale Märkte erheblich gestört sind. Die deutsche Landwirtschaft und vor allem die deutsche Ernährungswirtschaft haben in den vergangenen Jahren sehr stark vom wachsenden Weltmarkt mit Nahrungsgütern partizipiert. Der ist eingebrochen, vor allem weil Finanzierungen von Lieferungen nicht mehr gewährleistet sind und weil bisherige Empfängerländer zunehmend eigene Märkte abschotten. In der EU selbst, dem größten Binnenmarkt für Lebensmittel, herrscht Rezension und die verunsicherten Verbraucher versuchen, überall zu sparen. Wenn im Regal Produkte mit völlig identischer, gesetzlich definierter Qualität liegen, die noch dazu höchsten Kontrollansprüchen standhalten müssen, dann entscheidet nur noch der Preis. Dass der Verbraucher dann zu den billigsten Produkten greift, ist völlig normal. Die Frage ist, warum muss z. B. H-Milch oder Butter zu Preisen angeboten werden, die auf keinen Fall die Kosten in der Produktion decken und die Milchbauern in den Ruin treiben. Ganz einfach, weil zwischen den großen Lebensmitteleinzelhändlern ein gnadenloser Wettbewerb um Marktanteile geführt wird und der Preis das alleinige "Kampfmittel" ist. Das Ganze wird begünstigt durch eine zersplitterte Verarbeitungsindustrie, durch Lieferbeziehungen zwischen Bauern und Verarbeitern, die speziell bei Milch nichts mit marktgerechten Strukturen zu tun haben und die die Bauern zu Restgeldempfängern abstempeln.

Die Politik schaut tatenlos zu, weil niedrige Lebensmittelpreise in der allgemeinen Finanz- und Wirtschaftskrise gar nicht so unwillkommen sind und der Protest der Bauern weniger gefürchtet wird als der Protest sozial schwacher Schichten unter den Verbrauchern.

Die Länderagrarminister haben sich unter Vorsitz unserer Ministerin Frau Wernicke ernsthaft bemüht, auf der Agrarministerkonferenz in Magdeburg speziell das Thema Milchpreise und Kostenentlastung in den Mittelpunkt zu stellen. In der Magdeburger Erklärung, die wir in diesem Heft veröffentlichen, sind gute Ansätze und klare Willensbekundungen zu erkennen.

Es liegt jetzt auch an uns, die Umsetzung der Beschlüsse mit großem Nachdruck zu verlangen.

Ihr Frank Zedler


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